Lohnhalle im Verfall – Lost Place, NRW

Lohnhalle

Lohnhalle – Bei meinen Streifzügen durch das nahe gelegene Umland stieß ich auf dieses verfallende Gebäude……….

Die Kokerei wurde 1927–1928 errichtet und zu diesem Zeitpunkt waren die dortigen Schächte 1/2/5  bereits stillgelegt und verfüllt.

Als 1928 der Betrieb aufgenommen wurde hatte die Kokerei zwei Batterien mit jeweils 63 Koppers-Verbundöfen. Sie produzierte über drei Jahrzehnte. Ihre Stilllegung erfolgte im Jahr 1963. Bis auf das Betriebsgebäude wurde die Anlage vollständig abgebrochen.

Die Lohnhalle hatte zum Ende 143 Verbundöfen mit einer Tageskapazität von 2100 Tonnen. Zum Schluss gab es noch 350 Arbeiter und Angestellte.

 

Die Betriebsanlagen wurden direkt nach der Stilllegung bis auf das Verwaltungsgebäude vollständig abgerissen. Das 1969 auf dem ehemaligen Betriebsgelände errichtete Motodrom  wurde bis in die 1980er Jahre für Autospeedway-Rennen genutzt. Das Motodrom liegt inzwischen brach. Auch hier fand ich noch allerlei Zeitzeugen, mehr könnt ihr hier:  klick  nachlesen.

 

Die auf diesem Gelände bis heute entstandene Vegetation ist ein bedeutendes Beispiel für Industrienatur.

 

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Das im Stil des Backsteinexpressionismus entworfene Verwaltungsgebäude wurde 1982–1983 mit Mitteln des Landschaftsverbandes restauriert und für einige Jahre als Firmenstandort genutzt.

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Der zwei geschossige, überhöhte Mittelteil/ehemalige Lohnhalle, mit seitlich an den dreitürigen Eingang angrenzenden, eingeschossigen Flügelbauten/Verwaltungsteil und hinten angeschlossener Kaue ist bewusst symmetrisch und gradlinig gehalten. Die Lohnhalle wurde in Ziegel-Massivbauweise errichtet. Rückwärtig schließt sich nahtlos die leicht erhöhte und rundum verglaste Bahnaufsicht, mit Uhr auf dem Dach, mit eigenem Aufgang an. 

Die Mannschaftsbrücke wurde abgerissen. Sie führte über die Gleise zur Kokerei. Auf den Eisenbahnschienen verläuft heute ein Radweg.

 

Die Fassade des Verwaltungsgebäudes ist durch Vor- und Rücksprünge der Mauerwerksschichten waagerecht gegliedert. Die vier senkrechten, hellen Mauervorsprünge über dem Eingangsbereich wiederholen sich als rechter Winkel in den Flügelbauten. Sie befanden sich als gestalterische Elemente auch auf den Betriebsgebäuden wie Kohleturm und Benzolfabrik. Die wegweisenden Entwürfe von Schupp und Kremmer haben das Gesicht vieler Industriebauten des Ruhrgebiets geprägt.

 

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Die Umnutzung erfolgte in den 1980er Jahren. Ab dem Zeitpunkt steht das Gebäude leer. Die Lohnhalle verfällt leider immer mehr. Sie steht unter Denkmalschutz.

 

Möchtest du weitere Bilder der Lohnhalle sehen:

 

 

 

 

Innenansichten:

 

 

  • mehrfacher Brand
  • Graffiti
  • vermüllt